Flatten the Curve

Flatten the curve

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich hier zur aktuellen Situation schreiben soll, da ich keine Gesundheitsexpertin bin.

 

Trotzdem möchte ich euch an meinen Gedanken teilhaben lassen. Gerade für berufstätige Eltern mag die Schließung der Schulen und Betreuungseinrichtungen zunächst eine große Herausforderung sein, aber auch eine riesen Chance. Es bietet uns die Möglichkeit einen Schritt zurück zu treten, uns auf das zu besinnen, was wirklich wertvoll ist: für mich ist das meine Familie, deren und meine Gesundheit.

 

Es gibt uns die Möglichkeit als Familie näher zusammen zu rücken, uns Zeit für einander zu nehmen, den Alltag bewusster zu gestalten und zu genießen. Sich zu sortieren und die Dinge, die uns sonst immer antreiben kritisch zu hinterfragen, deren Notwendigkeit zu prüfen und bestenfalls zu eliminieren.

 

Diese Zeit lehrt uns auch auf unsere Fähigkeiten zu achten und diese auszubauen: Empathie, Wertschätzung und Rücksichtnahme.

 

Es wird Menschen geben, die mehr Angst haben, andere haben weniger Angst. Jeder hat es verdient, dass wir ihm / ihr aufmerksam zuhören und Ernst nehmen, also Empathie zeigen.

 

Jeder, der sich für andere engagiert (vor allem aktuell alle, die im Gesundheitswesen tätig sind oder den Menschen, die Hilfe benötigen unter die Arme greifen) verdient unsere Wertschätzung und Anerkennung. Genauso Gesundheitsexperten und Politiker, die aktuell viele Entscheidungen treffen müssen, die unser aller Leben betreffen.

 

Und last but not least die Rücksichtnahme. Es mag gut sein, dass der eine oder andere bester Gesundheit ist, eine Infektion mit dem Corona Virus locker wegsteckt - trotzdem ist er auch Überträger. Es gibt viele Menschen, die Vorerkrankungen haben. So habe ich letzte Woche mit einem jungen Mann telefoniert, der nur noch eine Niere hat und von seiner Ärztin zum Eigenschutz sofortiges Home Office verordnet bekommen hat. Gerade kranke und ältere Mitmenschen müssen vor einer Ansteckung geschützt werden. Das mag für den einen oder anderen Einschränkungen bedeuten. Doch was ist das persönliche Bedürfnis nach Freiheit und Selbstverwirklichung noch wert, wenn andere gefährdet werden.

 

Ziel ist es, die Kurve der Infektionsraten möglichst flach zu halten.

 

In diesem Sinne, achtet aufeinander und bleibt gesund!

 

#stayathome #flattenthecurve #andratuttobene #staythefuckhome

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Arbeitsunfähigkeit

Weiterhin hohe Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen

Am 16. Januar 2020 ist erneut eine Studie dazu erschienen, welche Kosten den Arbeitgebern aufgrund von Arbeitsunfähigkeitstagen entstehen. Diese beziffert das Institut der Deutschen Wirtschaft mit 62 Mrd. Euro im Jahr 2018. Durchschnittlich war jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer 18,5 Tage arbeitsunfähig, das ist ein Plus von 4,5% im Vergleich zu 2017 (17,7 Tage). Im Zehnjahresvergleich sogar ein Anstieg von fast 47%!

 

Nicht berücksichtigt in der Studie wurden die dadurch entstandenen Produktionsausfallskosten. Für das Jahr 2017 hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 76,4 Mrd. Euro errechnet.

 

Ein weiterer Aspekt muss beim Anstieg von Fehlzeiten berücksichtigt werden: aufgrund der dadurch dünner werdenden Personaldecke, eine Mehrbelastung der anwesenden Mitarbeiter, die Tätigkeiten der erkrankten Kolleginnen und Kollegen auffangen müssen, kann es zu zunehmender Frustration und somit zu einer sinkenden Engagementrate kommen. Dies schlägt zusätzlich in einer sinkenden Produktivität nieder und mündet oft in weiteren krankheitsbedingten Ausfällen. Ein fataler Kreislauf.

 

Wenn wir uns nun die Diagnosegruppen genauer ansehen, weshalb Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausfallen, zeichnet sich in den letzten 10 Jahren (hier 2007 – 2017) ein deutlicher Trend ab: psychische Erkrankungen sind nach wie vor die traurigen Vorreiter mit einem Plus von Sage und Schreibe 123%. Für diese Zunahme gibt es zwei wesentliche Erklärungen. Zum einen sind die Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt immens gestiegen, aber auch im privaten Bereich gibt es vielfältige Faktoren, die eine psychische Erkrankung begünstigen. Zum anderen öffnet sich unsere Gesellschaft immer mehr dem Thema und es wird viel offener damit umgegangen. Trotzdem finde ich diesen Anstieg extrem hoch. Hinzu kommt die besorgniserregende Erkenntnis, dass bereits Kinder und Jugendliche häufiger psychisch erkranken. Siehe dazu auch meinen Blog-Artikel vom 22. November 2019.

 

Aber auch die Diagnosegruppen „Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems“ oder „Atemsystem“ verzeichnen einen starken Anstieg. Beide Diagnosegruppen als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben neben organischen auch psychosomatische Ursachen, in der Regel hervorgerufen durch Stress.

 

In meinen Augen ist es unwahrscheinlich wichtig, dass wir den Menschen Strategien vermitteln, wie sie mit den Herausforderungen des Alltags auf eine gesunde Art und Weise zurechtkommen. Das fängt schon in der Schule bei den Kindern und Jugendlichen an und auch die Unternehmen tragen eine Mitverantwortung für das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sowohl die Strukturen, die Anforderungen und vor allem das Management haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die mentale Gesundheit. Dieser Einfluss stellt ein Potenzial dar, das viel zu wenig im Rahmen der gesundheitlichen Prävention genutzt wird. Natürlich liegt es auch in der Verantwortung des Einzelnen etwas für sich und seine Gesundheit zu tun. Die meisten verbringen jedoch einen Großteil ihres Tages in der Arbeit. Dort können wertvolle Impulse gesetzt werden, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privat Maßnahmen gegen psychische Belastungen ergreifen können.

 

Gerne unterstütze ich Sie dabei mit meinem Seminar zu Stressmanagement oder im Einzelcoaching.

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Bewegungsmangel und Depressionen bei Kindern

Bild: Robert Collins auf unsplash
Bild: Robert Collins auf unsplash

Bewegungsmangel und Depressionen bei Kindern

In den letzten zwei Tagen sind zwei Studien veröffentlicht worden, die aufhorchen lassen:

 

Einmal von der DAK mit dem alarmierenden Ergebnis, dass fast 8% aller depressiven Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren für durchschnittlich 39 Tage ins Krankenhaus kommen.

 

Dann eine Studie der WHO, dass sich weltweit Kinder zu wenig bewegen, Mädchen sogar weniger als Jungs. Als Grund wird unter anderem die Zunahme bei der Nutzung von digitalen Medien vermutet.

 

Beide Studien machen mich sehr nachdenklich. Und ich habe, ohne dazu eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zu haben, folgende Vermutungen:

 

Die Zunahme der Depressionen bei Kindern könnte einerseits mit dem Umfeld zu tun haben. Dazu zähle ich die möglicherweise belastenden Einflüsse aus der Umwelt, wie bspw. zunehmender Leistungsdruck, Reizüberflutung, (Schönheits-) Ideale aus den sozialen Medien, Zukunftsängste und ähnlichem.

Wenn ich mir darüber hinaus die Zunahme der psychischen Erkrankungen bei Erwachsenen zwischen den Jahren 2007 – 2017 von 123% (!) ansehe mache ich mir schon auch Gedanken darüber wie weit das Erleben von Erschöpfung bis hin zu Burnout und der damit einhergehende fehlenden „Stresskompetenz“ der Eltern einen negativen Einfluss auf die Kinder hat. Wenn Mama und Papa nicht wissen, wie sie mit den täglichen Herausforderungen gesund umgehen können, wie sollen es dann die Kinder lernen? Auch wenn Kinder in ihrem Elternhaus permanent gereizte Eltern erleben, die nur mit halbem Ohr auf die Bedürfnisse der Kinder hören oder evtl. aufgrund der beruflichen Belastung sich gar nicht die Zeit nehmen darauf einzugehen, kann dass für die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes äußerst deprimierend sein.

 

Auch sehe ich einen großen Zusammenhang zwischen Depression und dem von der WHO ermittelten Bewegungsmangel. Aus der Stressforschung wissen wir, dass Bewegung ein wichtiger Bestandteil bei der Bewältigung von Stress ist. Dabei werden vor allem die Stresshormone Cortisol und Adrenalin abgebaut. Darüber hinaus macht es überaus zufrieden, wenn man eine sportliche Einheit bewältigt hat, was stimmungsaufhellend wirkt. Wird der Sport dann auch noch im Verein ausgeübt, kommt noch die soziale Komponente des Zugehörigkeitsgefühls dazu, ebenfalls ein wichtiges Instrument bei der Entwicklung von Stresskompetenz. Es muss nicht unbedingt Sport im Verein sein, auch das Toben an der frischen Luft mit Freunden wirkt sich positiv aus. Die Vorteile der Bewegung für die körperliche Gesundheit liegen darüber hinaus auf der Hand: Stärkung des Herz-Kreislaufsystems, der Lunge, Vorbeugung von Übergewicht und somit Diabetes Typ 2 sowie die positive Auswirkung auf das Muskel-Skelett-Systems bis hin zu den motorischen Fähigkeiten. Viele chronische Krankheiten können durch Bewegung positiv beeinflusst werden.

 

 

Welche Aufgaben haben wir also als Gesellschaft? Die Themen mentale Kompetenzentwicklung / Stressbewältigung sowie Bewegung müssen noch stärker in den Fokus von Erziehung in den Familien, dem Schul- aber auch im Arbeitsalltag verankert werden. Die Instrumente sind vielfältig, angefangen bei Bewegung und Ernährung über kognitive Stressbewältigung bis hin zu Achtsamkeit und Entspannung.

 

Ich würde mir wünschen, dass einerseits noch mehr Aufklärung betrieben, und vor allem in Kindergärten, Schulen und Unternehmen mehr Raum gegeben würde diese Instrumente in der täglichen Praxis einzuüben.

 

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Werte

Bild: Kristy Kravchenko - unsplash
Bild: Kristy Kravchenko - unsplash

WERTE

Früher oder später lande ich in den Coaching-Sitzungen mit meinen Klienten beim Thema Werte und viele sind erstaunt, wie sehr diese unser Leben bestimmen.

 

Was sind Werte? Sie können erstrebenswerte Zustände sein, Ziele, Ideen, Richtlinien, Überzeugungen, Bedürfnisse, Motive und vieles mehr. Unsere Werte beeinflussen unser Denken und Handeln, sowie unsere Beziehungen zu anderen Menschen.

 

Werte sind nicht starr, sondern können sich durchaus im Laufe des Lebens wandeln. Sie entstehen aufgrund des familiären, kulturellen, soziologischen oder politischen Umfelds und können sich darin auch entsprechend ändern. Auch ihre Gewichtung kann, je nach Lebenssituation, variieren. So wird ein schwer kranker Mensch andere Werte entwickeln oder seinen ursprünglichen Werten eine andere Wertigkeit beimessen, als er es im gesunden Zustand tat. Bricht jedoch einer oder brechen mehrere Werte weg, weil sie beispielsweise nicht befriedigt werden, dann kann das uns in eine existentielle Krise stürzen.

 

Viktor Frankl (*1905 - 1997) sieht in den Werten vor allem die Möglichkeit Sinn in bestimmten Lebenssituationen zu finden. Sie sind also die inneren Motoren für ein erfülltes Leben. Er unterscheidet zwischen drei Kategorien von Werten, die es uns möglich machen ein sinnerfülltes Leben zu führen:

 

Schöpferische Werte: dazu gehören Kunst, Arbeit, grundsätzlich alles, womit wir etwas erschaffen

Erlebniswerte: Natur, Unternehmungen, Abenteuer, Begegnungen mit Menschen und Tieren

Einstellungswerte: Überwindung von Schwierigkeiten und Krisen, Perspektivenwechsel, Haltung und Würde

 

Den wenigsten ist wirklich bewusst, welche Werte ihnen wichtig sind. Es ist spannend zu erleben, wie sich Klienten im Rahmen einer Intervention ihre Werte ins Bewusstsein holen und welche Emotionen teilweise dadurch hervorgerufen werden. Nicht selten führt diese Besinnung auf die eigenen Werte zu einer tief empfundenen Dankbarkeit für das was ist und das, was einem scheinbar im Weg steht, verliert an Relevanz.

 

Wertearbeit ist spannend, herausfordernd, emotional und unwahrscheinlich bereichernd!

 

 

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Weihnachtsgruß

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Arbeitsunfähigkeit

Weiterhin hohe Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen

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Bewegungsmangel und Depressionen bei Kindern

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Werte

Bild: Kristy Kravchenko - unsplash
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